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Kaiser Wilhelm II.

„Bis auf den Historiker John C. G. Röhl, der mit einzigartigem Fanatismus die Dämonisierung Wilhelms II. betreibt, sind sich seit Jahrzehnten alle seriösen Geschichtsforscher darin einig, dass Wilhelm II. zum Sündenbock für eine deutsche Politik gemacht worden ist, der sich Wilhelm II. selbst zu widersetzen versuchte.“
Alexander von Schönburg in Cicero, September 2004

Foto: Im Innenhof der 2008 eröffneten Einkaufspassage „Kaiserhöfe – Unter den Linden“ in Berlin wurde eine lebensgroße Marmorbüste Wilhelms II. hinter Glas errichtet.

„'Der Untertan' ist eine Karikatur Heinrich Manns, der den Staatsbürger und den Rechts-, Kultur- und Sozialstaat seiner Gegenwart nicht begriff.“
Dr. Eberhard Straub über den Roman Heinrich Manns. In: Die Welt, 22.06.2009

Foto: 1898. Ein Rabe sorgt für allgemeine Erheiterung – auch bei Wilhelm II. (gebückt)

„Es gibt keinen Herrscher der neueren Geschichte, der so streng beurteilt wurde und dem so viel Unrecht geschehen ist, wie Wilhelm von Hohenzollern.“
Nicolaus Sombart, deutscher Soziologe und Publizist (1923-2008)

Foto: Kaiser Wilhelm II. (ca. 1900)

„Spätere Historiker werden sich streiten, ob Deutschland 1918, 1933, 1945 oder 1968 untergegangen ist. Aber sie werden sich darüber einig sein, daß es seine Blütezeit im Kaiserreich der Hohenzollern erreicht hatte.“ — Michael Klonovksy, Textchef bei FOCUS, 2008

Foto: Wilhelm II. mit seiner Gattin, Kaiserin Auguste Viktoria

„Der Kaiser zählte zu den letzten, die dem Druck stand hielten und sich einem uneingeschränkten U-Bootkrieg [im 1. Weltkrieg] entgegenstellten.“
Prof. Christopher Clark: Wilhelm II. München 2008, S. 338

Foto: Mosaik in der Eingangs-/Gedenkhalle der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin. Erbaut 1895, durch Bombardement beschädigt am 22.11.1943. Aufnahme 2011

„Nichts ist ungerechter, als diesem Monarchen Grausamkeit des Herzens vorzuwerfen“
Walter Rathenau, deutscher Industrieller und Politiker (1867-1922)

Foto: Wilhelm II. mit seinem ältesten Enkel Wilhelm (geb. 1906)

„Die größte geistige Freiheit [in der deutschen Geschichte] hat vermutlich im Kaiserreich bestanden.“ — Michael Klonovksy, Chef vom Dienst/Textchef bei FOCUS, 2008

Foto: Der Kaiser auf Korfu, seinem südländischen Erholungsdomizil. Er hatte 1907 dort das Achilleion erworben, einen Palast der verstorbenen Kaiserin Elisabeth („Sisi“) von Österreich.

„Wilhelm II. wurde ein Opfer deutschen Selbsthasses. Man hat ihm nach seinem Rücktritt nur noch den Prozess gemacht.“ — Tilman Krause, Die Welt, 22.12.2007

Ansichtskarte: „Der Kaiser in Civil“

„Seine Rede hatte Inhalt, seine Frage Teilnahme. Kein Gebiet war ihm verschlossen, keines fremd, keines gleichgültig.“ — Walter Rathenau über Wilhelm II.

Foto: Der Kaiser (2. von rechts) bei Ausgrabungen auf Korfu. Ärchäologische Studien waren ein Hobby von Wilhelm II.

„Als Generaldirektor der Firma Deutschland G.m.b.H. hatte Wilhelm II. eine schwere Rolle zu spielen, und er hat sich seiner Aufgabe mit eminentem Erfolg entledigt.“
Frederic William Wile, englischer Journalist, 1913 über Wilhelm II.

Ansichtskarte: Der Kaiser, ca. 1905

„Wenn es einen deutschen Staatsmann gibt, den die Geschichtsschreibung verurteilen, nicht verstehen wollte, dann ist es Kaiser Wilhelm II.“ — Tilman Krause, Die Welt, 11.10.2008

Fünf Generationen der Hohenzollern und drei Deutsche Kaiser: 1. Kaiser Wilhelm II. (sitzend) 2. Sein Großvater, Kaiser Wilhelm I. (links hinten) 3. Sein Vater, Kaiser Friedrich III. (rechts hinten) 4. Sein Sohn, Kronprinz Wilhelm (stehend) 5. Sein erster Enkel: Prinz Wilhelm (auf dem Schoß)

„Zu blutrünstigen Reden mochte er sich hinreißen, zu blutrünstigen Taten nicht.“
Golo Mann, deutscher Historiker (1909-1994)

Undatierte Postkarte. Optimismus und Fortschrittsdrang prägten die Epoche Wilhelms II.

„Bei allem romantisch-mittelalterlichen Gepränge ein ganz moderner Mensch“
Hans-Joachim Schoeps, deutsch-jüdischer Historiker (1909-1980)

Farbfoto des Kaisers, ca. 1910

„Er war nicht dieser leichtfertige, gedankenlose, ratverachtende Autokrat; er war ein peinlich gewissenhafter konstitutioneller Herrscher.“
J. Daniel Chamier, erster englischer Biograph des Kaisers, 1934

Englische Postkarte: „His Majesty, the German Emperor“

„Wilhelm II. war ein Medienmonarch, vielleicht der erste europäische Monarch, der diesen Beinamen wirklich verdiente.“ — Christopher Clark, Historiker in Cambridge (geb. 1960)

Foto: Wilhelm II. mit seiner einzigen Tochter Viktoria Luise (ganz links), Sohn Prinz Adalbert (rechts), Schwiegertochter Cecilie (2.v.l.) und deren Söhnen

„Es war der Schein der Macht, der Wilhelm und seine Umgebung umgab und mit dem er sich selbst und seiner Umwelt das Bild eines in ungetrübter Souveränität erstrahlenden, glanz- und machtvollen Selbstherrschers vorzeichnete.“ — Frank-Lothar Kroll, Historiker (geb. 1959)

Foto: Der Kaiser mit einem seiner zahlreichen Enkelkinder

„Die Epoche, die seinen Namen trägt, ist sicher eine der wichtigsten der neueren Geschichte. In ihr ist das moderne Deutschland entstanden.“
Nicolaus Sombart, deutscher Soziologe und Publizist (1923-2008)

Ansichtskarte mit Kaiserporträt-Radierung

„Man darf ihn nicht ohne weiteres verurteilen. Er herrschte dreißig Jahre lang in Frieden.“
Winston Churchill (englischer Staatsmann und Literaturnobelpreisträger; 1874-1965)

1909: Winston Churchill (rechts), damals britischer Handelsminister, besucht Wilhelm II. bei einem Manöver in Deutschland

„The Kaiser—the most important man in Europe“
Titel eines amerikanischen Buches über Wilhelm II. vor 1913

Amerikanische Gratulation zum 25jährigen Thronjubiläum 1913 – ein Jahr vor Beginn des 1. Weltkrieges

„Weltpolitik bedeutete nicht, Krieg als Mittel für das Erreichen deutscher Ziele einzusetzen.“
Hew Strachan, Militärhistoriker in Oxford

Foto: Der Kaiser im Waffenrock 1914

„Ein allgemeines Problem besteht darin, daß die Person des Kaisers zu Lebzeiten bereits von Legenden überwuchert wurde und die Sekundärliteratur diese teilweise fortgeschrieben hat.“
Wolfgang König, Professor für Technikgeschichte in Berlin, 2007

Foto: „Wilhelm der Zweite“ – auch 1926 noch Thema von internationalem Rang

„Es ist damals viel Glanz aus der Welt verschwunden: viel falscher, aber auch viel echter Glanz“
Hans-Joachim Schoeps, deutsch-jüdischer Historiker (1909-1980)

Der Kaiser in seinem Exil in Doorn (Holland). Dankkarte anläßlich seines Geburtstags aus den 1930er Jahren