Buchpräsentationen in Berlin zur erweiterten Neuauflage von „Kaiserzeit und Moderne“

Bereits 2007 veröffentlichten die beiden Berlin-Experten Michael Bienert und Elke Linda Buchholz ihr Buch „Kaiserzeit und Moderne. Ein Wegweiser durch Berlin“. Sie erzählten darin in Form eines Reiseführers die rasante Entwicklung Berlins in der Kaiserzeit zu einer modernen Metropole von Weltrang.

Die Studie trug maßgeblich zur Korrektur des verbreiteten Vorurteils bei, das kaiserliche Berlin sei insgesamt ein Hort der gesellschaftlichen Rückständigkeit und Spießigkeit gewesen. Zitat des herausgebenden Berlin Story-Verlags: „Die Metropolenkultur vor dem Ersten Weltkrieg war innovationsfreudig, vielstimmig, liberal und weltoffen, kaum weniger als in der Weimarer Republik.

Dieses Standardwerk ist vor einigen Tagen unter dem Titel „Modernes Berlin der Kaiserzeit. Ein Wegweiser durch die Stadt“ in einer erweiterten und komplett überarbeiteten Neuauflage erschienen, die wir wärmstens empfehlen – schließlich sind viele Errungenschaften aus der Kaiserzeit bis heute maßgeblich: „Vieles, was zwischen 1871 und 1914 neu war, ist bis heute in Gebrauch und prägt den Stadtcharakter.“

Sie können das Buch (320 Seiten; 19,95 €) hier bestellen:
www.berlinstory.de/verlag/programm/preussen/kaiserzeit-und-moderne/

Buchpräsentationen in Berlin

Autor Michael Bienert stellt die Neuauflage an folgenden drei Terminen in Berlin persönlich vor:

  • Mittwoch, 31. August 2016, 18:00 Uhr:
    Buchpremiere und Lichtbildvortrag – mit Ko-Autorin Elke Linda Buchholz
    Villa Oppenheim, Schloßstraße 55, 14059 Berlin,
    (Anmeldung erbeten unter Tel: 030/902924-106)
  • Donnerstag, 8. September 2016, 17:30 Uhr
    Vortrag mit Bildern
    Urania Berlin, An der Urania 17, 10787 Berlin,
    Tel.:
    030/2189091
  • Mittwoch, 22. September 2016, 19:00 Uhr
    Buchpräsentation
    Berlin-Studien, Zentral- und Landesbibliothek Berlin, Breite Str. 30-36, 10178 Berlin, Tel.: 030/90226-485

Richtigstellungen über das Kaiserreich und den Armenier-Völkermord 1915-18

In den Jahren 1915-18 wurden im Osmanischen Reich bis zu 1,5 Millionen christliche Armenier durch die osmanische Regierung deportiert und ermordet. An diesem Völkermord, der in der offiziellen Geschichtsschreibung der Türkei bis heute geleugnet wird, habe sich auch das Deutsche Kaiserreich mitschuldig gemacht, stellte 2005 der Deutsche Bundestag fest. Das Osmanische Reich, im Ersten Weltkrieg Verbündeter des Deutschen Kaiserreichs, sei durch die deutsche Regierung damals nicht in die Schranken gewiesen worden.

Daß diese Schuldzuschreibung nicht den historischen Tatsachen entspricht, wies Manfred Backerra Anfang Dezember in seinem Vortrag in der Bibliothek des Konservatismus in Berlin nach. „Das Deutsche Reich, so Backerra, sei im Krieg einem existenziell wichtigen Verbündeten so in die Arme gefallen, wie es keiner der Feindstaaten getan hätte.“

Ähnlich wie Kaiser Wilhelm II. war übrigens auch der osmanische Sultan während des Krieges weitgehend entmachtet; der Genozid wurde vielmehr auf Betreiben der jungtürkischen Bewegung durchgeführt. Dem Sultan wurde z.B. ein an ihn gerichteter Protestbrief von Papst Benedikt XV. von jungtürkischer Seite so lange vorenthalten, bis längst Tatsachen geschaffen und hunderttausende Armenier umgekommen waren.
Auch die scharfen deutschen Proteste blieben erfolglos: „Proteste nützen nichts, und türkische Ableugnungen, daß keine Deportationen mehr vorgenommen werden sollen, sind wertlos.“, so zitiert Backerra eine Note des deutschen Botschafters aus Istanbul nach Berlin.

Lesen Sie den vollständigen Bericht auf der Website der Bibliothek des Konservatismus:
www.bdk-berlin.org/2015/rufmord-am-deutschen-handeln/

Veranstaltungshinweis: Jörg Friedrich in Berlin über das Kriegsjahr 1915

Der renommierte Historiker Jörg Friedrich hält am 20. November in Berlin einen Vortrag mit dem Titel: „Das Jahr 1915 – Die Wende zum Kreuzzug“. Der Vortrag findet in der „Bibliothek des Konservatismus“ in der Fasanenstraße in Berlin-Charlottenburg statt.

Jörg Friedrich sorgte letztes Jahr mit seinem 1000-Seiten-Werk „14/18“ über den Ersten Weltkrieg für Aufsehen, warf er darin doch provokative Fragen jenseits der gängigen Geschichtsschreibung auf. In seinem Vortrag am 20. November wird Friedrich genau 100 Jahre zurückblicken, in das „Kriegswendejahr“ 1915. Eine sicherlich hochinteressante Veranstaltung, die wir wärmstens empfehlen!

Weitere Infos unter:
www.bdk-berlin.org/2015/joerg-friedrich-das-jahr-1915-die-wende-zum-kreuzzug/

BR-Sondersendung mit Christopher Clark zum 100. Jahrestag des Attentats von Sarajevo

Im Radioprogramm Bayern 1 des Bayerischen Rundfunks wird am Samstag, dem 100. Jahrestag des Attentats von Sarajevo, eine zweistündige Sondersendung zum Ersten Weltkrieg ausgestrahlt. Im Mittelpunkt steht dabei ein Gespräch mit dem Historiker Christopher Clark, Autor von Die Schlafwandler.
Die Sendung wird auch live im Internet übertragen.

Bayern 1 – Spezial: „Welt am Abgrund“
Samstag, 28.06.2014: 10.05-12:00 Uhr
Moderation der Sendung: Tilmann Schöberl

Sie können Bayern 1 unter der folgenden Adresse übers Internet empfangen und die Sendung live mitverfolgen:
http://streams.br.de/bayern1_2.m3u

Veranstaltungshinweis für Berlin

Preußische Gesellschaft:

Frank Riedel (Preußenmuseum Wustrau) spricht am Mittwoch, 21.5.2014 um 19 Uhr im Hilton Hotel am Gendarmenmarkt zum Thema:

„Der Kaiser, die Moderne, Made in Germany am Vorabend des 1.Weltkrieges“

Ausstellung über Wilhelm II.

Seit Sonntag ist in Gerolstein bei Trier eine Ausstellung über Wilhelm II. zu sehen.

Nähere Informationen unter:
http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/gerolstein/kurz/Kurz-Ausstellung-ueber-Kaiser-Wilhelm-II-wird-in-Erloeserkirche-eroeffnet;art8069,3652283