Vor 100 Jahren: Der folgenreiche Untergang der „Lusitania“

Am 7. Mai 1915 vor genau 100 Jahren versenkte das deutsche U-Boot U20 das US-Passagierschiff Lusitania vor der Südwestküste Irlands. 1198 Menschen kamen ums Leben, darunter 128 US-Amerikaner.

Das Ereignis entfachte in der amerikanischen Öffentlichkeit eine lange Diskussion um einen möglichen Kriegseintritt gegen die Mittelmächte auf Seiten der Alliierten, die schließlich zur Kriegserklärung der USA an das kaiserliche Deutschland führte.

Jahrzehntelang galt nur die offizielle Darstellung der  Siegermächte als historische Wahrheit:
die Versenkung als deutsches Kriegsverbrechen an unschuldigen Zivilisten, als barbarischer Akt.

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Doch in Wirklichkeit war der Untergang der Lusitania ein bewußt herbeigeführtes Täuschungsmanöver der britisch-amerikanischen Kriegspartei, die um jeden Preis die USA in den europäischen Konflikt hineinziehen wollte. Die Lusitania war eben kein harmloser Passagierdampfer, sondern Hilfskreuzer der Royal Navy mit massenhaft Munition an Bord.

Das deutsche Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL druckte im Jahre 1972 einen Artikel, der sich auf die damaligen Recherchen der englischen Journalisten Simpson und Tormalin bezog und die wahren Hintergründe dieses folgenreichen Ereignisses ans Licht brachte. Eine zentrale Rolle darin spielt die Ladeliste der Lusitania, die Präsident Wilson als Geheimdokument erhalten hatte. Sie belege, daß in der Tat große Mengen an Waffen und Kriegsmunition an Bord des Schiffes waren.

Sie finden den historischen Artikel im SPIEGEL-Archiv unter:
www.spiegel.de/spiegel/print/d-42787456.html

Im Jahre 2012, 40 Jahre nach Erscheinen des genannten SPIEGEL-Artikels, wurde das darin beschriebene, von Präsident Wilson versiegelte Geheimdokument der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Ergebnis: Es bestätigten sich die 1972 von den englischen Journalisten aufgestellten Thesen! Die Lusitania beförderte in der Tat z.B. über 4000 Kisten Kriegsmunition („Cartridges“, von uns hier grün umrandet), wie folgender Ausschnitt aus dem 2012 veröffentlichten Geheimdokument zeigt der SPIEGEL-Artikel von 1972 hat also nichts von seiner Aktualität und Richtigkeit verloren:

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Im Jahre 2008 bargen Taucher Kriegsmunition aus dem Wrack der Lusitania:

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