Krumeich versus Clark

In der WELT erschien vor kurzem eine Besprechung des bahnbrechenden neuen Werks von Christopher Clark, Die Schlafwandler (Besprechung auf wilhelm-der-zweite.de folgt in Kürze). Darin bürstet der australische Historiker die Dinge gewaltig gegen den Strich gängiger (also einseitiger und germanozentrischer) Geschichtsdeutung zu den Ursachen des Ersten Weltkriegs.

Die ungeheure Kenntnis der Zusammenhänge und das geballte Faktenmaterial, das Clark aufbietet, sind so stark, daß selbst WELT-Redakteur Sven Felix Kellerhoff und ein Hohepriester des Status-Quo-Geschichtsbildes wie Gerd Krumeich in einem Interview jetzt zerknirscht zugeben müssen, daß Clark neue Maßstäbe gesetzt hat.

Besonders pikant ist, daß Krumeich sich wundert, wie sehr Clark die Primärquellen (z.B. die serbischen Dokumente) studiert hat – sollte das nicht eigentlich die ureigenste Aufgabe des Historikers sein, nicht das Abschreiben von Kollegen?

Lesen Sie hier das Interview mit Gerd Krumeich in voller Länge:
http://www.welt.de/geschichte/article119906475/