aspekte (ZDF): Vier Historiker zur deutschen Kriegsschuld

Die ZDF-Reihe aspekte widmete sich in der gestrigen Sendung (06.06, 23:50 Uhr) u.a. der Frage: Wer hat angefangen? Die neue Sicht auf den Ersten Weltkrieg.

Bezugnehmend auf das Schlüsselwerk Die Schlafwandler von Christopher Clark äußerten sich vier Historiker kontrovers zur Kriegsschuldfrage: Clark selbst, Herfried Münkler, Gerd Krumeich und Jörn Leonhard. Krumeich und Leonhard kritisierten Clark dafür, daß er Deutschland zu sehr entlastet habe.

Die vier Stellungnahmen können Sie als Kurzvideos hier ansehen: www.zdf.de/aspekte/wer-hat-angefangen-die-neue-sicht-auf-den-ersten-weltkrieg-33509050.html

Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Vielen Dank für den interessanten Beitrag!
    Ich verstehe Krumeich und Leonhard nicht, denn die Entlastung Deutschlands ergibt sich aus den geschichtlichen Tatsachen,die Clark und Münkler sachlich darstellen.

    Besonders erfreulich war für mich, dass endlich einmal die Rolle Rußlands, vielmehr des Zaren Nikolaus II., der, im Gegensatz zu Wilhelm II., zumindest noch ein halbabsolutistischer Herrscher war. Denn erst seit der kleinen Revolution 1905 gab es wieder die Duma, die ihn in seinen Rechten „beschnitt“.
    Nikolaus war, unter dem unseligen Einfluß seiner Frau Alexandra, entschlossen, in den Krieg einzutreten. Er hoffte auf einen Sieg, der ihm wieder die Alleinherrschaft in Rußland, in dem es ohnehin gärte, ermöglichen sollte um sein Erbe ungeschmälert an seine kranken Sohn Alexej weitergeben zu können.Er sah sich nämlich von Geburt an zum Herrscher bestimmt, wie sein Vater vor ihm und sein Sohn nach ihm werden sollte. Das war sein veraltetes Verständnis.
    Serbien, der Balkan als solches,Frankreich oder England lagen ihm nicht am Herzen – sein Motivation war eine ganz andere!


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