Heute vor 100 Jahren: Alliierte weisen deutsches Friedensangebot zurück

Heute vor 100 Jahren, am 12. Dezember 1916, unterbreiteten die Mittelmächte den Alliierten ein Friedensangebot zur Beendigung des Ersten Weltkrieges.

Die kaiserliche Regierung unter Kanzler Theobald von Bethmann-Hollweg legte im Namen Deutschlands, Österreich-Ungarns, Bulgariens und des Osmanischen Reiches eine Friedensnote vor, in der es heißt, die Zentralmächte seien „von dem Wunsche beseelt, weiteres Blutvergießen zu verhüten und den Gräueln des Krieges ein ende zu machen“, indem „alsbald in Friedensverhandlungen einzutreten“ sei.

Dieses Gesprächsangebot wurde von der Entente in ihrer Antwortnote vom 30.12.1916 schroff abgewiesen: „Der Vorschlag erscheint weniger ein Friedensangebot denn ein Kriegsmanöver zu sein“.

Das Deutsche Kaiserreich wollte mit dieser Initiative zum dauerhaften Frieden die Kriegsmüdigkeit an der Heimatfront der Ententemächte nutzen, um einen für alle Seiten gerechten Frieden in die Wege zu leiten.

Mit der Ablehnung des Friedensangebotes schlugen die Alliierten die Tür zu einer friedlichen Beendigung des Ersten Weltkrieges zu. Per kaiserlichem Erlaß teilte Wilhelm II. am 5. Januar 1917 mit: „Die Feinde haben Meinen Vorschlag abgelehnt. Ihr Machthunger will Deutschlands Vernichtung. Der Krieg nimmt seinen Fortgang. Vor Gott und der Menschheit fällt den feindlichen Regierungen allein die schwere Verantwortung für alle furchtbaren Opfer zu, die Mein Wille Euch hat ersparen wollen.“

Das Sterben in den Schützengräben ging unvermindert weiter. Das Schicksalsjahr 1917 brachte eines der grauenvollsten Kapitel der modernen Geschichte auf den Weg – auf  die russische Revolution und Bürgerkrieg folgte die Sowjetisierung Rußlands mit Lenin und Stalin, der Beginn des Totalitarismus in Europa!